rückenwind - die Herausforderungen annehmen. Ein Projekt der Personalentwicklung im CJD.

Altersgerechte Personalentwicklung im demografischen Wandel

Überblick

Im Oktober 2010 startete das Projekt „rückenwind“ des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland e.V. (CJD) zur Qualifizierung von 90 Mitarbeitenden mit pädagogischen Aufgaben in den Einrichtungen des Werkes.

Mit dem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds geförderten Programm wurden Fachkräfte im CJD dazu befähigt, sich den gewandelten Anforderungen in den Arbeitsfeldern

  • Berufliche Bildung
  • Seniorenarbeit
  • Schulische Bildung
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Behindertenhilfe

besser anzupassen und beruflich aktiv und mobil zu bleiben.

Gleichzeitig sollten Führungskräfte für die Notwendigkeit der Einführung eines nachhaltigen Personalentwicklungskonzeptes sensibilisiert werden.

Das Projekt „rückenwind“ hatte eine Laufzeit von drei Jahren und war am Institut für Fort- und Weiterbildung der ­CJD Arnold-Dannenmann-Akademie angesiedelt.

Ziele

Ziel war, die Projektergebnisse in die Personalentwicklung des CJD zu integrieren.

Das CJD förderte im rückenwind-Projekt insbesondere Mitarbeitende:

  • über 50 Jahre
  • Alleinerziehende und Mitarbeitende nach Erziehungs- oder Pflegezeit

Die Mitarbeitenden sollten befähigt werden, sich den wandelnden Anforderungen in den Arbeitsfeldern besser anzupassen und beruflich aktiv und mobil zu bleiben. Motivation und Zufriedenheit sollen erhalten und gesteigert werden. Die Mitarbeitenden sollen beim Wiedereinstieg nach Eltern-/Pflegezeit unterstützt werden.

Darüber hinaus sollten Führungskräfte für die Notwendigkeit der Einführung eines nachhaltigen Personalentwicklungskonzeptes sensibilisiert werden. Sie sollen das Potenzial älterer und wieder einsteigender Mitarbeitender erkennen und weiter entwickeln. Über die bisherige Weiterbildungsplanung hinaus, sollen sie künftig Personalentwicklung mit Blick auf den demografischen Wandel und die Veränderungen in den Arbeitsfeldern planen.

Ablauf

Projektablauf rückenwind

Besonderheiten der Qualifizierung

Ablauf der Qualifizierung rückenwind

Das Konzept gewährleistete eine hohe Praxisintegration der gelernten Inhalte sowie die Nachhaltigkeit der Fortbildung. Die Maßnahmen umfassten:

  • Potenzialanalysen mit individuellem Coaching
  • fachliche Qualifizierungen mit begleitetem Praxistransfer
  • Erwerb methodischer Kompetenz durch Entwickeln von Praxisprojekten

Inhalte

Die Personalentwicklungs-Maßnahmen richteten sich an pädagogische Mitarbeitende, die in den Fachbereichen Berufliche Bildung, Seniorenarbeit, schulische Bildung, Kinder- und Jugendhilfe und Behindertenhilfe arbeiteten:

  • Fachliche Qualifizierungen: Kooperative Ausbildung,  Vermeidung von Abbrüchen, Möglichkeiten und Grenzen von sozialen Netzwerken, Formen kollegialer Beratung, Pädagogik des sicheren Ortes - für Kinder aus belasteten Familien
  • Praxistransfer & methodische Skills: Grundlagen  Projektmanagement, "Welches Projekt ist in meiner Einrichtung denkbar?", Erstellen Projektskizze unter Einbeziehung der Einrichtungsleitung, Gruppencoaching
  • Workshops Gesundheit: "Zünden ohne zu verbrennen", Work-Life-Balance, Zeit- und Selbstmanagement, Kommunikationstraining, Gesund im lehrenden Beruf
  • DNLA Potenzialanalyse und individuelles Coaching: Der Hauptaugenmerk lag auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und individuellem Gesundheitsmanagement.
  • Besichtigungen von Organsationen und Betrieben (u.a. Rütli-Schule Berlin, Mehrgenerationenhaus Ingelheim)

Praxisprojekte

CJD Mitarbeitende erhöhten ihre Projektmanagement-Kompetenz und entwickelten neue Angebote und erprobten dabei innovative pädagogische Methoden. Eine Auswahl der entwickelten Praxisprojekte:

  • Kooperation mit einem Maschinenbau-Betrieb durch Ausführung  praxisrelevanter Produktionsaufträge im Rahmen der Metallausbildung 
  • Akquise externer Arbeitsaufträge für den Bereich Lager und Logistik
  • Aufbau einer Seniorenmigrationsagentur
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen im ländlichen Raum
  • Entwicklung von Trainingsmodulen zur Gestaltung der sozialen Gruppenarbeit mit Jugendlichen im Rahmen der beruflichen Bildung.